Ich war gewissermaßen dazu gezwungen, das Ladekabel zu suchen und habe es tatsächlich wiedergefunden. Einsam hat es sich zusammengerollt under meinem Zeitschriftenberg verkrochen.Ohne Akku hätte ich die Zugfahrt wohl nicht überstanden. Nach ca 6 Stunden in Leipzig angekommen waren unsere Zimmer noch nicht bezugsbereit, und als wir endlich unsere Taschen in den Räumlichkeiten (das 8ter-Zimmer war sogar für 10 Personen ausgelegt!) loswerden konnten, fanden wir einige äußerst verdächtige Haare in dem Badezimmer. Unsere Lehrerin hatte leider wenig Ahnung von der Organisation und fragte uns somit, wann denn die Züge und Straßenbahnen fahren würden. Die Buchmesse an sich war sehr interessant, das Gelände war groß und wir bekamen tatsächlich kostenlose Rezensionsexemplare. Die Abende verbrachte ich antürlich entweder in dem Nachbarzimmer oder draußen auf den Straßen, denn unsere Lehrer ließen uns erstaunlich viele Freiheiten. Wieder hat mein Handy irgendwelche Nummern gewählt, war aber nicht so tragisch, denn es sollte schon bald wieder nach hause gehen. Wir fuhren eine ganze Weile, mussten dann auf Schienenersatzverkehr umsteigen und fuhren nach 30 Minuten Bus etwa 4 Stunden mit einer Bimmelbahn. War insofern amüsant, als dass ein Freund laut aus Erotik-Leseproben vorgelesen hat und damit einige ältere Frauen zwei Sitzbänke weiter zum Lachen brachte. Abends um halb 8 waren wir dann auch endlich wieder zuhause.
So viel zu Leipzig. Meine Bücher, die ich ergattern konnte, sind großartig. Die Rezension steht noch aus.
Sonst gibt es nicht mehr viel dazu zu sagen.
Ich habe nun Ferien und werde dementsprechend viel zu berichten haben.
Bis die Tage!
Samstag, 31. März 2012
Dienstag, 13. März 2012
Leipziger Buchmesse oder: Meine Aaauuuugeeen!
Nun wird's interessant. Oder auch nicht.Übermorgen fahre ich mit meinem Jahrgang zur Leipziger Buchmesse und bleiben bis Samstag Vormittag dort. Die Zugfahrt wird etwa 6 Stunden in Anspruch nehmen. Und das soll wohl auch das spaßigste an der 'Exkursion' werden, denn neben minimiertem Zigarettenkonsum, der sich auf heimliches Rauchen unter der Dusche oder im Garten des Hotels beschränken wird, ist absolutes Alkoholverbot. Ob volljährig oder nicht, wir müssen uns in Gruppen von 3 Personen über das Messegelände bewegen. Und als ob das nicht schon genug sein würde: Ich teile mir mein Zimmer mit 7 (!) weiteren Mädchen. Ich weine jetzt schon, wenn ich an das Theater im Badezimmer denke. Aber ich habe ja Verbündete in den Parallelklassen, die mich bei sich duschen lassen. Ansonsten hieße es wohl, dass der Wecker um 4.30 Uhr klingeln würde und die erste der Grazien duschen gehen müsste, denn es gibt ja nur bis 8.00 Uhr (glaube ich zumindest) Frühstück. Wir müssen uns für die 2 vollen Tage, also Donnerstag und Freitag, insgesamt 6 bis 8 Vorlesungen raussuchen, und Samstag rennen wir wie die aufgescheuchten Hühner durch die Stadt und gucken uns blöde Sehenswürdigkeiten mit Kurzvorträgen an. Irgendwie scheint das Wochenende nicht besonders gut zu werden. Allerdings werde ich am Samstag Abend einen weiteren Post schreiben und einen Vergleich zwischen Erwartungen und Tatsachen der Buchmesse ziehen. Unverhofft kommt oft.
In diesem Sinne: Bis die Tage.
Freitag, 2. März 2012
Late-Night-Post oder: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Nachdem sich ja, wie bekannt ist, mein Ladekabel selbstständig gemacht hat, folgte nun das Handy an sich. Guthaben frisch aufgeladen (ich weiß.... Oooldschool!), ist es binnen weniger Stunden auch schon wieder weg. Und zwar nicht, weil ich eine krankhafte Simserin bin, sondern deshalb, weil mein Handy es für lustig hielt, sich in meiner Tasche heimlich eine Nummer auszusuchen und einfach mal ein paar Minuten zu telefonieren. Klar: wenn man feiern geht, kann es schonmal vorkommen, dass man sich plötzlich und unerwartet trotz Tastensperre im Kamera-Modus befindet oder vielleicht zufällig den alten Highscore in einem Spiel geknackt hat, obwohl man das gar nicht wollte. Hätte mein Handy einen meiner Freunde angerufen, hätte dieser hoffentlich nach spätestens 10 Sekunden wieder aufgelegt und das Drama wäre niemals passiert. Aber neeeiiin! Mein blödes Mobil-Dingens musste natürlich irgendeine Nummer eines Klingelton-Anbieters oder sonstwas wählen, die Nummern bestehen schließlich auch nur aus einer Ziffer, die 5 oder 6 Mal wiederholt wird. Ohne großen Schreib- oder Telefonieraufwand kann man auf diese Weise sein Guthaben verbraten. Uncoole Aktion. Da denkt man im Nachhinein doch über eine Telefon- und SMS-Flatrate nach. Dabei kommt man günstiger weg als sich alle 5 Tage eine neue Guthabenkarte zu kaufen.
Und so macht sich mein Geld hinterlistig aus dem Staub.
Fazit: Smartphone zuhause lassen oder sich ein Klapp-Suff-Handy anschaffen. So passiert das wenigstens nicht noch einmal. Wenigstens hat es mir das Feiern an sich nicht verdorben, schließlich bemerkte ich das Dilemma erst, als ich schon auf dem Weg war.
Donnerstag, 1. März 2012
30 Tage oder: Schnapp Dir 'n Twixx und mach Pause!
Durch Zufall wurde ich daran erinnert, dass ich einen Blog am Laufen habe, wenn man das so nennen mag. Ich habe meine Online-Arbeit schleifen lassen, stattdessen war ich mit Schreiben beschäftigt. Ja, genau. Hääää?! Wo ist da der Sinn, fragst Du Dich? Nun ja, dass ich nicht hier geschrieben habe, ist ja wohl offensichtlich. Meine Schreibarbeiten beschränkten sich auf meinen kleinen, bisher noch ziemlich piefigen Roman und Berwerbungen, Bewerbungen und... ach ja, Bewerbungen. Dazu habe ich mich entschlossen, als ich erfuhr, dass ich dieses Mal unter meinen 3-Punkte-In-Mathe-Durchschnitt gerutscht bin.
Mit einer Meisterleistung von 1 Notenpunkt übertraf ich zwar alle meine Erwartungen, die ich an die Klausur hatte, mein Lehrer ärgerte sich hingegen schwarz und sprang im Dreieck. Nicht so wild! - habe ich mir gedacht. Ich hoffe einfach auf mein Talent und meine überaus sympathische Art, damit ich an den Kunsthochschulen angenommen werde *hust* ...
Inzwischen sind meine Haare zu einer dunkelroten Mähne mutiert. Ich wurde zwar an der Bushaltestelle von einem rumtönenden, rauchenden 13-Jährigen als Hexe beschimpft (was ich ihm nicht verübeln kann), aber mir gefällt es sehr. Dass meine Tante allerdings sagt, mein Kopf stünde in Flammen, hat mich doch ein bisschen irritiert, da sie selbst aussieht, als hätte sie in eine Steckdose gefasst.
Aktueller Stand zu meinem Handyladekabel: Es ist nicht auffindbar. Das Übertragunskabel für den PC hat die Aufgabe zum Laden übernommen, und da die Kiste sowieso viel läuft, schadet es nicht und ich habe eine Steckdose mehr frei. Auf die Idee, meinen Bruder nach seinem Ladekabel zu fragen, bin ich auch erst jetzt gekommen! Er hat nämlich das gleiche Handy wie ich. Oh man... Däääämlich!
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